Die Kirche Saint-Denys von Montmoreau

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Die Kirche Saint-Denys von Montmoreau

Die Kirche Saint-Denys von Montmoreau wurde im 12. Jahrhundert erbaut und liegt auf einen der Jakobswege nach Compostella genannt Via Turonensis (Weg über Tours). Sie behält noch ihr früheres Aussehen. Nur der ursprüngliche quadratische romanische Kirchturm ist in der Mitte des 19. Jahrhunderts vom Architekt Paul Abadie komplett verändert worden.

Der Chor weist als Ornament ein waagerechtes stark vorspringendes Kordongesims. Dieses stützt sich auf Sparrenköpfen als Tier oder Mensch.

Die wunderbare romanische Fassade besteht aus einem Rundportal als Archivolte mit fünf Rundbögen, die sich auf grazilen Rundstäben mit Skulpturen verzierten Kapiteln stützen. Der Innenbogen zählt  sechs Dreipaß-Formen mit Tierköpfen.

Alle Ornamente weisen auf den mozarabischen Einfluß auf dem Romanstil im Südwestfrankreich sowie auch auf die Kunstfertigkeit der Bildhauer.

Um den Hang auszugleichen öffnen die Pforten auf einen bühnenartigen Narthex, der mit einer zehnstufigen Treppe ein in der Region weiträumigstes Kirchenschiff überragt.

Eine beeindruckende Pendentifkuppel hängt über den Kreuzgang mit etwas ganz besonders in Montmoreau: die Doppelbögen zeichnen unmittelbar die dreieckige Form der Pendentifs und der gesamte Bau fügt sich mit Eleganz an der unterer Partie der Kuppelrundung.

Die Apsis des Südgangs ist mit einem Rundbogen ausgestattet und stammt vermutlich aus dem 12.Jahrhundert. Die Apsis des Nordgangs im gotischen Stil gehalten wurde wahrscheinlich im 15. Jahrhundert neugebaut. Eine als „cul de four“ Apsis schließt den Chorraum. Die Kapitellen über den Säulen sind meistens mit Akanthus-Blattwerk beschmückt. Dies ist ein weitverbreitetes Motiv in den Jahren um 1175. Die bemerkenswerten Kapitelle zeigen allegorische Szenen.

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